Seiltanz

Explore. Dream. Dive.

Everglades

Florida und die Everglades, das gehört einfach zusammen. Daher war es klar, dass auch wir einen Abstecher in den 6.067qkm großen (teilweise geschützten) Nationalpark machen mussten.
Von unserer Unterkunft in Florida City ist es nur ein Katzensprung zum Parkeingang.

Der berühmte Florida-Panther war allgegenwärtig 😉
Florida Panther

Als Erstes fuhren wir zum Royal Palm Visitor Center. Das Auto wird auf dem großen Parkplatz abgestellt, und man hat die Möglichkeit zwei Trails zu laufen. Den Anhinga Trail fand ich wirklich schön, der Gumbo Limbo Trail ist wohl eher für Botanikfans und Mückenliebhaber 🙂
Anhinga TrailAnhinga Trail Everglades

Klares Wasser am Anhinga Trail.Trail Everglades
Spiegelung Everglades

Leider haben wir aber keine Sichtungen zu vermelden gehabt. Auf dem Weg Richtung Flamingo lag plötzlich ein Alligator am Straßenrand. Leider aber nur noch die erste Hälfte, über die hintere hatten sich bereits die Geier hergemacht.
Auch viele Schlangen haben wir auf der Straße gesehen, ebenfalls tot. Nicht weiter verwunderlich ist im Park eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Meilen pro Stunde erlaubt. Das war teilweise auf ganz normalen Landstraßen nicht erlaubt, aber im Nationalpark. Da mussten wir uns schon an den Kopf fassen.Geier Everglades

In Flamingo fühlt man sich ein bisschen wie am Ende der Welt. Muss man nicht gesehen haben. Also war eher der Weg das Ziel. Wir hielten noch bei verschiedenen Trails und Aussichtspunkten im Park. Aber meistens konnten wir aufgrund von ca. 4.571.248 Mücken die Aussicht nicht genießen. Oder sind joggend durch die Trails.

Auf der Rückfahrt hat es aber immerhin die Sonne gut mit uns gemeint.
Sonnenuntergang EvergladesSunset Everglades

Ein bisschen enttäuscht waren wir dann aber doch. Nichts tierisches gesehen. Nagut, enttäuscht bin am Ende vorallem immer ich. Der Herr ist einfach immer zu relaxt 🙂

Im Auto sieht die Unterhaltung dann gerne so aus…

Ich: Mhh, wirklich schade. Soviele Alligatoren, Tigerpythons und Getier hier und wir sehen nichts.

Er: Man kann halt nicht alles haben.

Ich: Jaaa aber trotzdem.

Er: Willst du nochmal zum Visitor Center?

Ich: Nee, quatsch. Das lohnt sich ja nicht. Ausserdem müssen wir weiter. Da vorne kommt ein Gewitter.

Er: Sicher? Die Stunde haben wir auch noch. Nicht das du dich dann morgen wieder beschwerst (würde ich nie tun! ;-))

Ich: Ne, ist ok.

Fahren an der Kreuzung zum Visitor Center vorbei… Ich: Schnieeeef

Also Vollbremsung und zurück. Hehe 🙂 Ich weiß, ich weiß nie was ich will.

Aber eins vorweg: Es hat sich gelohnt. Erstmal wegen den letzten tollen Sonnenminuten.
RoyalPalmVisitorCentre
Sunset Everglades Visitor Center

Und wegen dieser Schildkröte. Schildkroete Everglades

Und wegen den Alligatoren, die plötzlich an mehreren Stellen des Anhinga Trails auftauchten. Freilebende Alligatoren – Check 🙂

Ich weiß, die Bilder sind bescheiden. Aber wenn so ein Tier nur zwei Meter von einem entfernt ist, bleibt die Hand selten ruhig. Die Stimmung war einfach klasse, die Sonne ist verschwunden, es fängt langsam an zu dämmern und das nächste Sommergewitter ist im Anmarsch. Warum ich dann übrigens, immer noch nur zwei Meter vom Alligator entfernt, angefangen habe wieder Blitzfotografieversuche zu starten ist selbst mir schleierhaft 🙂 Manchmal nimmt man die Gefahren um einen herum durch die Kamera gar nicht mehr so wahr. Alligator Anhinga Trail
Alligator Everglades

Insgesamt haben wir dann 6 Alligatoren gesehen. Bevor der Schauer kam und es ganz dunkel wurde sind wir wieder zurück zum Auto. Und dieses Mal gab es ein Hach statt einem Schnieef 😉
Wild Alligator EvergladesAlligatorFlorida

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