Seiltanz

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Mabul Island – zwischen Sea Gypsies, Müll und Schildkröten

Von Kuala Lumpur aus brachte uns der Flieger nach Tawau. Wir hatten für die Fahrt vom Flughafen nach Semporna einen Transport organisiert, da wir erst nachts gelandet sind. Nach einer kurzen Nacht liefen wir am nächsten Morgen zum Büro von Uncle Chang. Zusammen mit zwei anderen Paaren ging es dann per Boot auf die Insel Mabul. 1 Mabul island Beach Die Unterkünfte von Uncle Chang sind alle auf Stelzen gebaut, einfache aber ausreichende Zimmer. Das Essen war aber leider eine Katastrophe – und wir haben wirklich keine hohen Ansprüche. Als wir Mittags vom Schnorcheltrip zurückkamen, gab es nur noch kalten Reis. Der Fisch und alles andere war bereits leer und wurde nicht mehr nachgefüllt. Zum Glück fanden wir aber auf der Insel leckeren Ersatz und haben uns für umgerechnet ca. 2€ die Riesenportion gebratener Nudeln schmecken lassen.
Danach haben wir ein bisschen die Insel erkundigt. Eine kleine Schildkrötenaufzuchtstation haben wir auch gefunden und die kleinen Warane haben im Müll nach etwas essbarem gesucht.2 Turtles Mabul Island Der Müll ist das Hauptproblem dieser Insel. Die kleinen Kinder laufen am Ufer durch eine dicke Müllschicht auf der Suche nach etwas verwertbarem. Die Seenomaden, hauptsächlich die Kinder, kommen auch mit dem Boot vor deine Unterkunft gepaddelt um zu betteln. Während das eine Kind das vielleicht sechs Monate alte Baby festhält, versucht das andere gleichzeitig das einlaufende Wasser abzuschöpfen und zu rudern. Eindeutig eine andere Welt.3 kleiner Waran Mabul4 sea gypsies Mabul Island5 sea gypsies Malaysia6 Uncle Chang Malaysia7 Seenomaden Malaysia8 Seenomaden Mabul Island Auf einem der Stege (man könnte sich fast verlaufen), fanden wir schließlich zwei bequeme Stühle in denen wir am späten Nachmittag das gute Nichtstun genossen haben.9 Steg Mabul Island10 Chillin on Mabul11 a Jump11 Steg Mabul
Hin und wieder lassen sich die Schildkröten beim Luftholen beobachten..12 Turtle Mabul Island13 Sunset Mabul Island14 Sonnenuntergang Mabul15 Me Mabul16 Einsame Insel vor Mabul Unser Schnorcheltrip am Vormittag führte uns nach Kapalai – eine Insel die nur noch aus Stelzenbauten und einem schmalen Sandstreifen besteht. Hier hatten wir eine schöne Begegnung.17 Schnorcheln kapalai18 Snorkeling kapalai19 Schnorcheln Malaysia Schildkroete
So richtig überzeugt hat mich Mabul nicht, das nächste Mal würde ich nur als Taucher wiederkommen – um im bekannten Sipadan-Gebiet tauchen zu gehen. Aber so war ich nicht traurig, als es am nächsten Tag wieder Richtung Festland ging.

6 Discussions on
“Mabul Island – zwischen Sea Gypsies, Müll und Schildkröten”
  • Also Ihr seid da im Endeffekt nur einen Tag gewesen? Oder eineinhalb?
    Ich bin ja meist nicht mutig genug, so eine straffe Planung zu machen, weil ich dann immer Angst hab, ich lerne die Gegend zu wenig kennen oder bin zu schnell wieder weg oder gestresst… in diesem Fall wars ja wohl goldrichtig. Die kurzen Beobachtungen mit den Kindern und dem Müll lassen ja einiges erahnen. Davon abgesehen: Das superschlechte Essen würde mich ja am meisten wegen des fehlenden Respekts bzw. der fehlenden Fürsorge ärgern. Klar kann man für wenige Euronen was anderes kaufen, aber ein Vermieter, der sich nicht zu schade ist, seine Gäste wie Mist zu behandeln… das fänd ich schon enttäuschend.
    Übrigens habe ich gerade neulich erst von einigen auf Borneo im Umweltschutz engagierten gelesen, dass sie den malaysischen Teil total ätzend finden und den indonesischen Teil viel lieber mögen.
    Danke für diesen Bericht, das sind halt die echten Einblicke. 🙂

    • Ein bisschen mehr als 24 Stunden waren es 😉 Du kennst uns ja, wir sind immer schnell unterwegs – das mögen nicht alle. Aber wenn ich irgendwas toll finde, komme ich wieder.

      Ja, die Unterkunft werde ich nicht weiterempfehlen. Das war alles planlos – keiner redet mit einem und auch zuvor der E-Mail Kontakt war schwierig.

      Der nächste Post wird ja über die Gegend am Kinabatangan River gehen. Das ist bei vielen Umweltschützern wahrscheinlich auch rot auf der Liste – wegen den vielen Palmölplantagen (und vielleicht noch mehr Problemen..) Ich fand’s aber trotzdem wunderschön und würde jedem raten sich die Gegend anzusehen. Wir haben halt nur das ‚grüne Kinabatangan‘ gesehen – dass noch existiert.

      Grüßle

  • Die Bilder sind echt toll…
    Da bekommt man gerade Lust zu verreisen!

    Mit was für einer Kamera hast du den die Unterwasserbilder gemacht?

    Liebe Grüße
    Mona

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