Seiltanz

Explore. Dream. Dive.

Eine Nacht im Okavango Delta

Das erste große Highlight auf der Reise war eindeutig das Okavango Delta – schließlich hat man soviele Dokus darüber gesehen. Und plötzlich befindet man sich selbst in Maun und startet zu einem Übernachtungstrip ins Delta. Wir und unser Gepäck werden auf die Mokoros aufgeteilt und schon bewegen wir uns vorwärts. Und das nur mit Hilfe eines langes Stabes – gar nicht so einfach, am Nachmittag habe ich das selbst ausprobiert (und bin eher gescheitert ;-)) Die Wege durchs Schilf wurden von Nilpferden niedergetrampelt und die Einheimischen nutzen diese, um schneller voran zu kommen. Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis und dann mussten wir plötzlich den Hinstellen-im-Mokoro-Gleichgewichtstest bestehen. Ein Elefant stand gerade im Schilf – einfach so, mittendrin.

Die Nacht im Okavango Delta

Nach circa einer Stunde sind wir auf unserer Insel im Delta angekommen und wir machen uns ans tägliche Zelt aufbauen. Abkühlung finden wir im Delta selbst – ein bisschen gruselig, der Hippo Pool war schließlich nicht weit entfernt und die Geräusche drangen bis zu uns herüber. Nachmittags und Abends unternahmen wir jeweils noch einen ‚Walk‘ im Delta, mit Sichtungen von Elefanten, Zebras und Giraffen. Ein ‚Bush Walk‘ ist einfach eine ganz andere Erfahrung als eine Safari mit dem Auto. Abends gab es am Lagerfeuer Essen und eine Tanzeinlage. Als ein ziemlich frischer Wind aufwehte, verkrochen wir uns alle ins Zelt. Ich habe zu dem Zeitpunkt gerade ‚Der Schneeleopard‘ von Tess Gerritsen gelesen und hoffte, dass mir nicht ähnliches widerfahren würde 😉

Der Rundflug über das Okavango Delta

Am nächsten Tag ging es über den gleichen Weg – mit dem Mokoro – wieder zurück. Aber noch musste ich kein Abschied vom ‚mighty mighty Delta‘ nehmen. Zurück in Maun ging es direkt zum Flughafen – um von dort aus mit einem Mini-4-Sitzer-Flieger einen Rundflug über das Delta zu starten. Jetzt kam ich mir wirklich vor wie in einer Dokumentation. Nur dass meine Aufnahmen nicht ganz so gigantisch sind – der Flug war es aber. Die Piloten sind dazu angehalten ihren Flug immer fortzusetzen. Kreise drehen oder vom Kurs abweichen ist leider nicht möglich. Aber die Chance Tiere von der Luft aus zu beobachten – einmalig. Elefanten über Elefanten, Wasserbüffel, Giraffen, Zebras, Nilpferde – soviele Sichtungen. Wer selbst in Genuss des ‚Scenic Flights‘ kommen möchte kann sich hier nach Anbietern umsehen. Ich glaube, liebes Okavango Delta, wir werden uns wiedersehen. Früher oder später!

3 Discussions on
“Eine Nacht im Okavango Delta”

Hinterlasse ein Kommentar