Seiltanz

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Alpbachtal: Almabtrieb und eine neblige Gratwanderung

Der frühe Herbst ist für mich mit die schönste Zeit für einen Ausflug in die Berge. Am vergangenen Wochenende packten wir also unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg ins Alpbachtal. Von München aus ist das nur ein größerer Katzensprung und wir waren pünktlich für das erste Highlight am Wochenende im Alpbachtal.

Reither Almabtrieb

Wenn der Sommer sich langsam verabschiedet wird es für die Bauern Zeit ihre Kühe wieder ins Tal zu holen. Vielerorts verbindet man den Almabtrieb inzwischen mit einem kleinen oder größeren Fest. In Reith im Alpbachtal werden zu den zwei Tagen gleich tausende Zuschauer erwartet und der Almabtrieb wird zu einem richtigen Spektakel.

Bevor Mittags die ersten Kühe durch den Ortskern und zu ihren Bauernhöfen getrieben werden, kann man sich die Zeit auf dem Bauernmarkt vertreiben. Es gibt die Möglichkeit Spinnerinnen, Schnapsbrenner oder andere außergewöhnliche Handwerkarbeiten zu beobachten. Oder man probiert sich durch die leckeren Erzeugnisse 🙂Kommen dann die ersten prächtig geschmückten Kühe durch den Ort heißt es Platz machen – die meisten laufen jedoch ganz entspannt durch die große Menschenmenge. Schließlich sind die Wege von der Alm teilweise sehr weit und die Kühe freuen sich auf ein schattiges Plätzchen im Grünen. Und auch die Treiber freuen sich sicherlich auf ihr kühles Bier!

Auch das restliche Dorf ist jetzt auf den Beinen – denn neben dem Bauernmarkt ist auch gleichzeitig Kirchtag in Reith und die Musiker bringen die Stimmung langsam zum Höhepunkt. Ich habe die Chance genutzt und bin zu den Bauernhäusern der Umgebung gelaufen um die Kühe abseits des Trubels fotografieren zu können. Der traditionelle Kopfschmuck und die großen Glocken steht für einen unfallfreien Almsommer, es gibt also Grund genug zu feiern 🙂

Gratwanderung zur Gratlspitz

Nachdem wir eine gemütliche Nacht im Alphof in Alpbach verbracht haben, starteten wir früh am Morgen unsere Wanderung auf die Gratlspitz. Wir entschieden uns für den Steinweg Richtung Hösljoch – dieser führt uns erst über einige Bauernhöfe und Wiesen in den Wald und schließlich bis zur Nord-Ost-Seite des Gratlspitzkammes.
Die Gratlspitz gehört zu den aussichtsreichsten Gipfeln im Alpbachtal. Die hochziehenden Wolken gaben dem Panorama bei uns noch einen besonderen Flair. Stundenlang hätte ich nur die Wolkenwand beobachten können.
Die Wanderung ist eine Gratwanderung – also folgte vor dem Gipfelkreuz noch ein fröhliches Auf und Ab bevor man mit einem Eintrag ins Gipfelbuch belohnt wird. Teilweise waren die Steige nur mit kurzem Einsatz der Hände zu bewältigen – und die großen Felsstufen bescherten mir einen gewaltigen Muskelkater 😉
Der Abstieg erfolgt dann über ein zweites Gipfelkreuz – dem Hochstrickl mit Blick auf Alpbach. Unterwegs trafen wir noch auf eine kleine Herde von Gämsen, das ist für mich immer wieder ein tolles Highlight in den Bergen. Und dieses Mal waren die Tiere gar nicht so scheu sondern beobachteten uns ganz genau. Die letzten Meter führen über die Bischofer Alm und über den Hausberg zurück nach Alpbach und direkt in die Sauna 🙂
Hinweis: Ich wurde von Österreich Werbung in Zusammenarbeit mit Alpbachtal Seenland Tourismus auf diese Reise eingeladen. Vielen Dank für die Organisation! Meine Meinungen, Muskelschmerzen und die neu entdeckte Kuh-Liebe bleiben davon aber unberührt!

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