Seiltanz

Explore. Dream. Dive.

Spätsommer im entspannten Kitzbühel

Der Einladung nach Kitzbühel standen zuerst einige Vorurteile gegenüber. War mir Kitzbühel bisher doch nur ein Begriff für Wintersport und Schickimicki. Allerdings schimpfe ich doch immer über diejenigen, die sich nicht selbst ein Bild machen und auf die Aussagen anderer vertrauen…also – ab nach Kitzbühel!

4 Seen Wanderung über dem Hahnenkamm

Die von Susi geführte Wandertour führte uns ab der Bergstation Hahnenkamm zu vier der insgesamt zehn Speicherseen im Kitzbüheler Skigebiet. Auch wenn diese extra für die Beschneiung im Winter angelegt wurden, wird sich inzwischen mehr bemüht die Seen natürlich wirken zu lassen.

Es ist schon einige Jahrzehnte her, als es Pläne gab zwischen Hahnenkamm und Ehrenbachhöhe ein Dorf zu bauen. Durch die Gondel haben sich die Überlegungen zwar verworfen, aber die Kapelle war bereits erbaut. So bietet sich gleich das erste schöne Motiv kurz nach der Ankunft. Und auch der Blick auf den Schwarzsee im Tal und zum Seidlalmsee kann sich sehen lassen.
Ohne das geübte Auge von Susi hätte ich diesen kleinen Kerl sicherlich verpasst – ein Bergmolch-Baby. Da war ich natürlich mehr als verzückt und verlor erst einmal ein bisschen den Anschluss an die Gruppe.
Aber bis zur nächsten Rast – am Ehrenbachhöhesee – war es schon nicht mehr weit und ich konnte dort die tollen Reflektionen im See einfangen. Die Farben waren an diesem Tag wieder besonders kräftig – kennt ihr das, wenn es schon fast unnatürlich wirkt ihr aber die Sättigung nicht noch weiter herunterdrehen könnt?
Auf dem weiteren Weg Richtung Pengelstein bietet sich bei gutem Wetter ein grandioser Ausblick auf die Bergwelt – vom Großglockner bis zum Großvenediger. Da kehrt man doch gerne auf der Sonnenterrasse des Bergrestaurants ein, nicht jedoch ohne vorher den kleinen Brunnsee umrundet zu haben 🙂 Vom Restaurant noch ein Stück weiter und man kommt zum Pengelsteinsee und wenig später zum letzten der vier Seen, dem Usterkarsee!
Die Wanderung lässt sich ein bisschen variieren und so kommen wir über kleine Wege wieder zurück zur Hahnenkammbahn. Unterwegs hat mir dann noch jemand hinterher gepfiffen – war gar nicht mal so scheu, das freche Murmeltier!

Durch Kitzbühels Innenstadt mit einem Urgestein

Zusammen mit Pepi, einem gebürtigen Kitzbüheler, ging es durch die Altstadt Kitzbühels. Auf dem Weg unterhielt er mich mit interessanten Anekdoten über den Aufstieg Kitzbühels als ‚das‘ Skigebiet überhaupt. Dabei ging es vorbei am alten Stadttor, den bunt bemalten Häusern der Altstadt und auch der Grabstätte von Peter Aufschnaiter.

Am Friedhof der Liebfrauenkirche, mit Blick auf die Hahnenkammabfahrt war Pepi voll in seinem Element – als er von den Tücken und Tricks der Streif berichtete. Auch vorbeigehende Passanten wurden von der sehr lebhaften Schilderung und seinem ‚Haxnzucker‘ angezogen. Bevor sich unsere Wege wieder trennten gab Pepi noch zwei alte Musikstücke mit seinem Horn zum Besten.

Kräutersuche auf dem Kitzbüheler Horn

Mit der Hornbahn ging es zum Alpenhaus auf dem Kitzbüheler Horn. Auch wenn die beste Zeit für Kräuter im Jahr eher im Frühling liegt, wagte ich mich zusammen mit anderen Interessierten an die Kräuterwanderung mit Anneliese. Wir konzentrierten uns dabei auf die wenigen verbliebenen Pflanzen, die der Schnee der letzten Woche noch nicht verwelken hat lassen. Dabei fanden wir schnell eine große Fläche von Quendel – wilden Thymian. Den kaute ich gleich einmal gegen meinen Husten. Auch Brennessel fand den Weg in unseren Mund – und es hat gar nicht weh getan 😉 Der Augentrost mit seinen schönen Blüten kommt bestimmt bei der nächsten leichten Entzündung zur Anwendung.
Ich fand es sehr positiv, dass wir nur auf 4-5 Kräuter eingegangen sind – so bleiben die vielen Informationen zu diesen Kräutern viel besser in Erinnerung. Eine Überraschung für mich war die Unterbringung im Tennerhof. Das kleine, etwas ausserhalb vom Trubel gelegene Hotel bietet euch Zimmer und Suiten in einem einzigartigen charasamtischen Stil. Allein der morgendliche Blick auf das Massiv vom Wilden Kaiser ist traumhaft. Wer also etwas Besonderes sucht, wird hier sicherlich fündig.

Vom 2-Hauben-Abendmenü von Stefan Lenz würden Foodblogger nun wahrscheinlich stundenlang schwärmen – zusammengefasst: Ein Hochgenuss und entspannter als erwartet. So gab es für mich statt Weinbegleitung ein gutes altes Radler 😉Hinweis: Ich wurde von Österreich Werbung in Zusammenarbeit mit Kitzbühel Tourismus auf diese Reise eingeladen. Danke an Sandra für die liebe Betreuung. Meine Meinungen wurden dabei nicht durch entsprechende Kräuter oder andere kulinarische Genüsse beeinflusst sondern bleiben davon unberührt!

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