Seiltanz

Explore. Dream. Dive.

That’s it – Trip-Übersicht Namibia

Schon letztes Jahr auf der Afrika-Reise von Südafrika bis Kenia stand für mich fest, next Stop: Namibia! Nach monatelanger Vorfreude war es im Oktober dann soweit!

In dieser Tripübersicht gibt es einen Einblick zur Route, Mietwagen und Kosten für dieses Campingabenteuer.

Der Plan

Ursprünglich wollten wir – wie es sich schon fast für Namibia gehört – mit einem 4×4 und Dachzelt starten. Nachdem ich die ersten Angebote eingeholt habe, entschieden wir uns doch relativ schnell wieder dagegen.
Neuer Plan: Normaler Mietwagen, geliehenes Campingequipment und zwischendurch 1-2 Nächte in einem normalen Bett.

Route in Namibia für 3 Wochen

Die sogenannte ‚Einsteigerroute‘ in Namibia lässt sich schnell ergoogeln. Da sie bereits viele Highlights abdeckt, habe ich auch nur kleine Änderungen vorgenommen. Zum Beispiel haben wir sie, vorallem aufgrund der Camp-Verfügbarkeiten, gegen den Uhrzeigersinn befahren. Viele heben sich den Etosha Nationalpark als letztes großes Highlight auf – aber warum auch nicht einfach damit starten? 🙂 Zudem habe ich dort mehr Nächte eingeplant und dafür die weitere Fahrtstrecke zum Fish River Canyon weggelassen.

Folgende Route mit Übernachtungen haben wir gewählt:

1 ÜN Windhoek
1 ÜN Waterberg Campsite
6 ÜN Etosha NP (in 4 verschiedenen Camps)
1 ÜN Uis (Brandberg Region)
1 ÜN Cape Cross
2 ÜN Swakopmund
2 ÜN Sesriem (Sossusvlei Region)
1 ÜN Koiimasis Ranch (D707)
2 ÜN Klein-Aus (für Abstecher nach Kolmannskuppe und Lüderitz)
1 ÜN Keetmanshoop (Quivertree Forest)
2 ÜN Bagatelle Kalahari Ranch
1 ÜN Windhoek

Die verschiedenen Camps und die besuchten Highlights der jeweiligen Region habe ich euch in der Google Maps Karte eingezeichnet.

Wie teuer ist Namibia wirklich? Eine kurze Abrechnung

Ich habe keine genaue Aufstellung während der Reise geführt, aber einige Anhaltspunkte möchte ich euch gerne aufführen:
• Flug: 560€ p.P. (München – Windhoek – München)
• Übernachtungen: zwischen 16€ und 44€ p.N. und Campsite (Ø 32€, 670€ gesamt für 2)
• Mietwagen: 560€ (Toyota Corolla, ohne Selbstbeteiligung)
• Benzin: ~350€
• Campingequipment: 180€
• Nationalparks & Ausflüge: 210€ p.P.

Namibia ohne 4×4 – wirklich?

Uiuiui, was für Diskussionen es dazu im Vorfeld gab. Und wie oft uns davon abgeraten wurde. Aber der preisliche Unterschied war einfach zu groß um von unserem neugewonnenen Plan, mit einem ’normalen‘ Wagen durch Namibia zu fahren, abzuweichen. Was kann ich nach 4165 km mit unserem ‚Wild Corolla‘ auf Namibias Straßen sagen?

Ja, ihr könnt mit einem normalen Wagen fahren. Ja, es schüttelt euch vllt. etwas mehr durch. Ja, die Lenksäule wird ab und an oben anschlagen. Ja, ihr müsst geschickt alles verstauen und das Auto etwas organisieren. Ja, ihr werdet dadurch sicherlich mind. 2000€ sparen – gutes Argument oder? 🙂

Würden wir es wieder tun? Ja! Werdet ihr euch wünschen in einem 4×4 unterwegs zu sein? Ab und an bestimmt – aber wir mögen es doch gerne abenteuerlich!

Tipps für euren Mietwagen:

Gleicht die Straße eher einem Wellblech als einer schönen Schotterstraße war für uns eine Geschwindigkeit zwischen 40-60 km/h optimal. Unter 40 km/h spürt ihr wirklich jede Erhebung. Bei etwas mehr Geschwindigkeit ‚fliegt‘ ihr etwas über die Rillen.

2-3x wurde es bei uns knifflig – das Problem: Sand! Die D707 war unser persönlicher Höllenritt 😉
Wichtig: Ruhe bewahren! Gas geben! Gas geben! Gas geben! Spur halten (nicht immer einfach aber versucht in der Mitte zu bleiben).
Wir haben mit unserem Corolla Straßen gemeistert, bei denen 4×4’s stecken geblieben sind.
Es kommt also nicht nur auf das Auto an…

Achtet bei der Autoübernahme unbedingt auch auf den Unterboden. Wer schon mit einem losen Auspuff startet, kommt damit sicherlich nicht wieder an. Und ärgert euch nicht über jeden Steinschlag oder Kratzer, das gehört einfach dazu.

Informiert euch gerne an den Camp-Rezeptionen oder Tankstellen nach den Straßenzuständen. Und entscheidet euch ggf. auch spontan für eine andere Strecke. Die Einheimischen kennen die aktuellen Straßenzustände einfach besser.

Tanken: War nie ein Problem. Wir haben, sobald wir bei der Hälfte des Tanks waren, einfach schon die nächste Tankstelle angefahren. Lieber einmal mehr tanken als einmal zu wenig!

Down to earth-Camping in Namibia

Ausgerüstet waren wir nur mit Schlafsäcken und Kissen (frisch aus dem Flieger ;-)) – das restliche Equipment haben wir problemlos bei Camping Hire Namibia geliehen. Sprich: Zelt, Matratzen, Kühlbox, Gaskocher, Faltgrill, Tische + Stühle, Kochzubehör…

Es geht auch ohne Dachzelt…so am sandigen Boden kann es auch ganz bequem sein. Beim Zeltabbau aber bitte zuerst immer vorsichtig schütteln, Skorpione oder Spinnen machen es sich gerne unter euch gemütlich. Die Camps sind alle gut ausgestattet – mehr dazu im Post zu unseren Campingplätzen in Namibia.

Plant eure Essen immer ein wenig voraus. Bei uns gab es Fleischgerichte nur am Einkaufstag und sonst haben wir uns mit Nudeln, Nudeln, Nudeln und Toast durchgebracht. Meine Ansprüche im Campingurlaub halten sich sehr in Grenzen 🙂 Durch unsere normale Kühlbox, ohne Elektroanschluss, waren wir ein bisschen mehr eingeschränkt.

Kalt, warm, heiß, eiskalt

Winterschlafsack oder doch die leichtere Sommerversion? Ich war dankbar für meinen Schlafsack mit Komforttemperatur 5°C. Wir hatten im Oktober große Temperaturschwankungen. Am Beispiel Etosha: Bis zu 38°C tagsüber und sehr frische 4°C in der Nacht. Da schlüpft man schon mal im Zwiebellook in den Schlafsack. Also lieber einen Pulli mehr einpacken!

Hinterlasse ein Kommentar