Seiltanz

Explore. Dream. Dive.

Cusco, die Salzterrassen von Maras & der Rainbow Mountain

Von den Galápagos-Inseln ging es mit dem Flieger direkt nach Lima, Peru. Dort habe ich mich mit einer Arbeitskollegin getroffen, mit der ich nun Peru und Bolivien entdecken wollte. Wir verbrachten einen entspannten Tag in Lima und sind anschließend direkt weiter nach Cusco geflogen.

Cusco und die Höhe

Der kurze Weg vom Taxi bis zum Hostel hat uns erstmal wieder total geschafft. Es braucht einfach seine Zeit sich an die Höhe zu gewöhnen und mit 3.400 Metern über den Meeresspiegel lässt sich Cusco da auch nicht lumpen. Wir entdeckten die Stadt bei mehreren kleinen Spaziergängen während wir auf der Suche nach einem guten Touranbieter für die kommenden Tage waren.

Die Salzterrassen von Maras und die Inka-Anlage Moray

Um uns weiter an die Höhe zu gewöhnen und aber auch aus der Stadt rauszukommen entschieden wir uns für einen kleinen Ausflug zu den Salzterrassen bei Maras und den Moray-Terrassen. Hier könnt ihr nachlesen, wie ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin kommt. Leider sind die beiden Orte inzwischen keine Geheimtipps mehr, und entsprechend viele Touristen waren unterwegs. Trotzdem ist der Anblick der Salzterrassen ganz besonders und etwas unwirklich. Die Salzbecken wurden noch zu Zeiten der Inkas angelegt und werden seitdem bewirtschaftet. Das Salz entsteht rein natürlich und die meisten Bauernfamilien betreiben 5-10 Becken, doch wirklich viel Geld lässt sich damit leider nicht verdienen. Außer man ist Exporteur und verdient sich an dem gewonnenen Salz ein goldenes Näschen…Auch wenn die Inka-Stätte Moray schnell besichtigt ist, ist der Entstehungszweck dieser kreisförmigen Terrassen sehr interessant. Die Inkas machten dort landschaftliche Versuche, in dem sie die unterschiedlichen Temperaturen der jeweiligen Terrasse für jeweils andere Gemüse- oder auch Obstsorten nutzten bzw. austesteten.

Wanderung auf den Rainbow Mountain

Die Tour zum farbenprächtigen Rainbow Mountain, auch Vinicunca genannt, gehört seit der Erschließung des Weges 2015 zu einem der Must-Do Punkte in Peru. Bitte bucht diese Tour nicht vorab online, die Preise sind vor Ort erheblich billiger (ich zahlte ca. 25€).
Gemütlich gegen 4 Uhr morgens werdet ihr (vermutlich) mit vielen anderen Leuten in Busse aufgeteilt – bei welchem Touranbieter gebucht wurde, spielt dann keine Rolle mehr. Über 3h waren wir zum Ausgangspunkt der Wanderung mit dem Bus unterwegs.

Nach einem kleinen Frühstück geht es ans Eingemachte. Ca. 700 Höhenmeter wollen überwunden werden – bei einer Starthöhe von 4.400 Höhenmetern ist das schon eine kleine Ansage. Aber hier ist der Weg genauso lohnenswert – die Landschaft strahlt in so vielen Farben, ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Und immer wieder grasen wilde Alpakas und Lamas am Rande des Weges!
Wenn die Höhe einem wieder nicht erlaubt, tief genug einzuatmen und das Kopfweh überhand nimmt könnt ihr auch spontan auf die ‚Wanderhilfe Pferd‘ umsteigen. Ich habe mich aber mit vielen Pausen nach oben geschleppt, hat zwar dann fast 4h gedauert – aber Zeit war ja genug 🙂 Der Blick auf den Montaña de Colores war nicht zu verachten, sorgen Eisenoxid, Magnesium und Kupfer für diesen ungewöhnlichen und intensiven Anblick.
Wer noch etwas Luft übrig hat, kann sich übrigens noch weitere 12km Richtung Red Valley bewegen – das habe ich aber für euch nicht mehr ausgestestet und geht wahrscheinlich auch nur mit Privatguide. Schließlich wollt ihr die holprige Busfahrt zurück nicht verpassen um anschließend völlig erschöpft mit eurem Cocatee in der Hand einzuschlafen 😉

Hinterlasse ein Kommentar