Seiltanz

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Titicacasee: Uros, Taquile, Copacabana & die Isla del Sol

Von Cusco aus ging es mit dem Bus nach Puno am Titicacasee. Gute 7h haben wir für die Strecke gebraucht – zwischendurch gab es nur eine kurze Pause. Zum Glück waren die Sitze aber sehr bequem und wir konnten uns von der letzten (Feier-)Nacht in Cusco erholen 🙂

Am Nachmittag schlenderten wir noch ein bisschen durch Puno, allerdings gibt es dort nicht allzu viel sehenswertes. So buchten wir für den nächsten Tag noch spontan eine Tour auf dem Titicacasee. Dieser ist mit seinen Maßen schon wirklich bemerkenswert – ist er z.B. 13x größer als unser Bodensee.

Das Schilfdorf Uros und die Isla Taquile

Nur wenige Fahrminuten von Puno entfernt, liegt mitten auf dem Titicacasee das kleine Dorf Uros. Und dieses liegt nicht auf einer gewöhnlichen Insel – denn der Boden, und auch die Häuser und Boote, bestehen nur aus Schilf. Auch wenn mir die Tour dorthin nicht wirklich gefallen hat, das Prinzip wie die Bewohner sich damals auf ihren Schilfinseln vor den Inkas retteten ist wirklich faszinierend. Das Prinzip ‚wir gaukeln den Touristen vor, wir leben hier wirklich 24h am Tag‘ mag ich einfach nicht 🙁

Mit dem Boot ging es weitere zwei Stunden Richtung Taquile Island. Die Insel wird nach wie vor für die Landwirtschaft genutzt, nebenbei spielen aber Tourismus und Textilarbeiten eine wichtige Rolle. So bekamen wir dort erstmal zur Stärkung einen Fisch frisch auf dem Titicacasee und konnten danach in Ruhe die Insel erkunden. Da der See auf einer Höhe von über 3.800 Metern liegt, werden hier kleine Berge schon zu einer Herausforderung 🙂 Ansich ist die Tour ein netter Tagesausflug – als besonderes Highlight ist sie mir aber nicht im Kopf geblieben.

Die bolivianische Seite und der Ort Copacabana

Von Puno aus starteten wir am frühen Morgen Richtung Copacabana – Bolivien. An der Grenze holt man sich in Peru seinen Ausgangsstempel und läuft ein paar Meter über die Grenze. Wir wurden gleich mit einer Parade empfangen 😉 In Bolivien wieder kurz für einen Stempel angestellt und wenig später waren wir bereits an der Copacabana. Zwar nicht der weltbekannten – aber auch gut. Es gibt einen See, Strandbars und Cocktails. Also alles was das Herz begehrt 🙂 Bei einem Spaziergang durch den Ort kann die wunderschöne Basílica de Nuestra Señora de Copacabana besichtigt werden. Bei uns war gerade Messe und deswegen haben wir sie nur von außen bewundert. Auf dem Hausberg Cerro Calvario herrschte reger Betrieb – der Berg ist ein beliebter Pilgerort, aber der Andrang war wirklich gigantisch. Die Schlange bis zum Gipfel war leider viel zu lang und wir haben irgendwann aufgegeben. In der Halle ‚Comedar Popular‘ haben wir uns bei wirklich sehr leckerem Fisch gestärkt. Es gibt zwar eg. an jedem Stand fast das gleiche Gericht aber die Halle ist brechend voll und die Leute super nett.
Am Strand beobachteten wir noch die unzähligen Autosegnungen, viele Bolivianer und Peruaner kommen extra dafür mit ihrem Auto nach Copacabana. Dann kann auch ordentlich gefeiert werden mit Alkohol und Partyhut – natürlich nur für das Auto 😉

Die Isla del Sol

Am nächsten Tag ging es gleich morgens mit einem extrem langsamen Boot Richtung Isla del Sol. Wir stiegen im Nordteil der Insel, bei Challapampa, aus dem Boot und liefen wenige Minuten bis zur gebuchten Unterkunft. Wir wollten gerne eine Nacht auf der Insel verbringen, um in Ruhe eine kleine Wanderung zu machen. So mussten wir keine Angst haben, dass das Boot vielleicht ohne uns ablegt.
Schon nach wenigen Minuten hatte man die ersten schönen Ausblicke auf die Bucht und eigentlich wurde es nur noch schöner. Das tiefblaue Wasser, die karge Landschaft und im Hintergrund das prächtige Cordillera Real Gebirge. Nach gut zwei Stunden, inklusive einiger Fotostopps, erreichten wir die Chincana-Inka-Ruinen. Der ‚heilige Felsen‘ Titicala wird als Namensgeber des Sees gehandelt und allgemein gilt die Isla del Sol für viele als die Wiege der Inkas . Mit dem Tag auf der Isla del Sol endete dann auch unsere Zeit am Titicacasee, wobei mir die bolivianische Seite deutlich besser gefallen hat.

  

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