Seiltanz

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Unterwegs auf dem Salkantay Trek in Peru

Früher oder später stellt sich jeder Peru-Reisende die Frage – wie komme ich nach Machu Picchu? Neben dem bekannten und meist ausgebuchten Inka Trail gibt es noch eine handvoll anderer Alternativen. Wir entschieden uns für den Salkantay Trek und haben es nicht bereut.

Die Buchung

Wir buchten den Trek kurzfristig in Cusco und wählten Destiny Peru. Meist gibt es zu den Touranbietern schon etliche Bewertungen, die einen manchmal mehr verwirren als hilfreich sind. Unser Touranbieter hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Bewertungen und so konnten wir wenigstens nicht sagen, wir wurden nicht gewarnt ;-)
Allerdings war ich doch sehr zufrieden. Einzig der Rücktransport von Hidroelectrica nach Cusco hat nicht so gut geklappt, aber dafür haben wir dann rückwirkend nochmal einen Rabatt bekommen und hatten so wirklich ein Schnäppchen gemacht.

Tickets für Machu Picchu

Unsere Eintrittskarten für Machu Picchu kauften wir uns selbst online und holten sie in Cusco im Ticketshop ab. So hatten wir auch Karten, die wirklich für unseren Tag gelten. Da wird sehr viel gemauschelt – allerdings stellten Tickets, die in der Zukunft liegen, beim Eintritt kein Problem dar. Ein Ticket für den Huayna Picchu haben wir leider so kurzfristig nicht mehr bekommen, das Ticket für den Montaña Machu Picchu konnten wir aber mitbuchen!
Wir entschieden uns für den 5-Tages Trek und machten uns nach einem kurzen Briefing am Vorabend auf den Weg.

Tag 1: Von Cusco über Mollepata nach Soraypampa

Um 4 Uhr nachts ging es los. Wir sammelten noch ein paar Leute und Proviant ein und fuhren dann bis Mollepata. Dort gab es erstmal ein Frühstück und man konnte die ganze Gruppe kennenlernen. Wir waren insgesamt zu neunt – eine ganz angenehme Zahl. Ein kurzes Stück ging es noch mit dem Auto bergauf – dann war aber Laufen angesagt. Die ersten 2h ging es ordentlich bergauf und wir waren gefühlt sofort außer Puste. Die anderen legten aber auch ein ordentliches Tempo vor. Dann ging es immerhin nur noch geradeaus bis wir in Soraypampa und an unserem Zelt angekommen sind. Wer noch Kraft hat, kann noch bis zum Humantay See hochlaufen. Ich dagegen habe mich einfach faul auf die Matratze gelegt – die Höhe macht einem zu Beginn schon zu schaffen. Unser Koch zauberte uns dann noch etwas feines zu Essen bevor wir der Kälte entflohen sind. Die Toiletten im Camp sind leider grauenvoll – und ich bin da wirklich nicht zimperlich.

Tag 2: Über den Salkantay Pass

Um 5 Uhr wurde uns der Coca Tee ans Zelt gebracht – ein netter Service, aber der Tag sollte auch noch anstrengend genug werden. Vorsichtshalber reservierten wir uns ein Begleitpferd, das uns notfalls ein Stück nach oben transportieren könnte. Es ging ca. 700 Höhenmeter aufwärts – bis wir auf 4.630 Meter den Salkantay vor Augen hatten. Anschließend ging es noch etliche Kilometer bergab – denn das nächste Camp in Chaullay lag nur noch auf ca 2.900 Meter und wir landeten mitten im Grünen. Von den rauen Felsen des Tages war nicht mehr viel zu sehen. Wer will bekommt hier gegen einen kleinen Obolus auch eine warme Dusche. Herrlich ;-)

Tag 3: Auf nach Santa Teresa

Die Nacht war schön angenehm und nicht mehr so kalt. Entsprechend fit konnten wir die heute anstehenden Kilometern (ca. 10km) entlang des Lluskamayo River zurücklegen. Nachdem wir an einem großen Camp unser Mittagessen bekommen haben, wurden wir mit einem Minivan über abenteuerliche Straßen bis nach Santa Teresa gefahren. Wer möchte, kann dann noch zu den Hot Springs Cocalmayo fahren – kann ich euch nur empfehlen. Das warme Wasser tut einfach gut :) Abends gibt es dann noch ein Lagerfeuer und die Stimmung unter den Gruppen ist recht ausgelassen und das Bier wurde bei uns nicht schal ;-)

Tag 4: Kopfüber bis Aguas Caliente

Erst um 7 Uhr gingen die Wecker – welch ein Luxus! Heute haben wir unseren Koch verabschiedet, der netterweise gleich ein paar nicht mehr benötigte Sachen mit nach Cusco genommen hat. Da die Laufstrecke für den vierten Tag recht kurz angesetzt ist, kann man die Chance nutzen und sich (kopfüber) beim Ziplinen über Schluchten schwingen. Fünf verschiedene Ziplines und eine gruselige Hängebrücke warten bei Vertikal Zipline auf euch.
Anschließend ging es wieder mit einem Minivan über die Holperstraßen bis nach Hidroelectrica. Dann geht es für 2 – 2 1/2h noch an den Gleisen entlang bis nach Aguas Caliente. Der Weg ist nicht anstrengend, zieht sich aber ein bisschen und die Hitze sorgt dann schon für die Erschöpfung! Unterwegs könnt ihr schon einen ersten Blick auf die beiden Picchu-Berge werfen – zwischen denen liegen die weltberühmten Ruinen. Wir bekamen ein nettes Hostel-Zimmer zugewiesen, kümmerten uns noch (ja, wir sind faul ;-)) um die Busfahrt zum Machu Picchu und gingen zeitig ins Bett.
Tag 5: Auf zu Machu Picchu – dazu bald mehr :)

5 Discussions on
“Unterwegs auf dem Salkantay Trek in Peru”
  • Wow, die Bergwelt da ist ja echt Wahnsinn! Ich muss unbedingt nach Peru. Hatte bisher immer den Inka Trail vorgehabt, aber der Salkantay sieht ja auch klasse aus. Bin gespannt, was es letzten Endes wird :) Danke für diesen tollen Bericht !
    VG, Schwerti

  • Hey
    Ich fliege im Mai nach Peru und werde auch über den Salkantay Trek zum Macchu Picchu wandern. Welches Schuhwerk hattest du denn dabei? Ich überlege ob ich nur mit meinen Timberland Boots wandern soll. Bin mir aber unschlüssig ob das ausreicht oder ich richtige Wanderschuhe brauche.

    LG Maike

    • Hallo Maike,

      guter Plan ;-) Also ich war nur mit weniger Schuhwerk unterwegs. Ich hatte von Salomon Trail Running Schuhe dabei, also nicht einmal knöchelhoch. War aber kein Problem!

      LG Manuela

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