Seiltanz

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Die Lagunenroute in Bolivien: bunte Lagunen, Flamingos und atemberaubende Natur

Mit kleinen oder größeren Verzögerungen muss man auf solch einer Tour wohl immer rechnen. Schließlich waren wir dann aber alle abfahrbereit. Nachdem wir gestern den Salar de Uyuni erkundet haben, ging es heute weiter auf der ‚richtigen‘ Lagunenroute.

Die Laguna Canapa und die ersten 200 Fotos

Endlich waren wir da – die erste Lagune auf der Route. Und wir entdeckten auch gleich die Flamingos, die der Kälte trotzten und noch nicht wie die meisten Artgenossen weitergeflogen sind. Das Panorama war wirklich toll und wir hatten einige Zeit um alles in Ruhe zu fotografieren. Auch ein paar Vikunjas gesellten sich in die Nähe, waren allerdings ein bisschen schüchtern und guckten immer nervös in unsere Richtung.

Zuviele Flamingos an der Laguna Hedionda

Habe ich das gerade tatsächlich gesagt? Es waren wirklich soooviele Flamingos, da wurde es schon schwierig sie in Szene zu setzen ;-) Hier bauten wir auch kurz Tische und Stühle für ein kleines Mittagessen auf. Viele Touranbieter halten hier und so ist einiges los, die Tiere lassen sich davon aber inzwischen wohl nicht mehr stören.

Dieser eine Fels und die Laguna Honda

Nächster Stop nach unserer Stärkung war der Treestone – und wie es häufig so ist: Schon so oft auf Bildern gesehen und dann gar nicht so spektakulär gefunden ;-) Im richtigen Licht macht er aber bestimmt ein bisschen mehr her. Also schnell weiter zur nächsten Lagune – und zwar eine ohne Flamingos. Auch mal eine nette Abwechslung.

Die Laguna Colorada – ein Augenschmaus

Fahren, Halten, Lagune, Fotos, weiterfahren: inzwischen hatten wir das Ritual komplett eingespielt ;-) Für die nächste Lagune mussten wir einen kleinen Eintritt für den Nationalpark ‚Eduardo Avaroa‘ bezahlen – dann durften wir auch näher an dieses Farbspiel heran. Die rote Lagune, wie sie auch genannt wird, sah an unserem Tag eher sehr pink aus. Ein Anblick von dem sich keiner schnell los reißen konnte oder wollte :-) Wer übrigens denkt, die Fahrt zwischen den Lagunen wäre langweilig – der sehe sich das nächste Bild an :-) Toll oder?

El Tatio – größtes Geysirfeld der Südhalbkugel

Langsam wurde es schon ein bisschen spät und wir mussten uns sputen um nach Polques, unserem heutigen Übernachtungsort, zu kommen. Trotzdem mussten wir natürlich am Geothermalgebiet El Tatio stoppen – das eigentlich schon zu Chile gehört. Aber so nah an der Grenze kann man ein kleines Hopping zwischen den Ländern nicht mehr vermeiden ;-) Ich liebe solche Gebiete an denen die Erde zeigt, wie lebendig sie jede Sekunde unter uns ist.

Eine eiskalte Nacht und die Hot Springs von Polques

An diese Nacht habe ich zwei komplett gegensätzliche Erinnerungen. Hui, ist das warm – als wir es uns nachts unter einem gigantischen Sternenhimmel in den Hot Springs bei einem Bierchen gemütlich machten. Und Sch****, ist das kalt – ungefähr die komplette restliche Nacht. Strom gibt es in der Unterkunft nur für 2h beim Abendessen. Die versprochene Wärmflasche ist irgendwie an mir vorbeigegangen und es war einfach die kälteste Nacht meines Lebens.
Am nächsten Morgen machten wir nur noch einen kurzen Stop an den Hot Springs – leider ohne uns nochmal darin aufzuwärmen ;-)

Die letzten Lagunen und die Einreise nach Chile

Am letzten Tag war es einfach nur sehr sehr kalt. Ich bin gar nicht mehr richtig warm geworden. So fiel der letzte Stop an der weißen und grünen Lagune recht kurz auf – wobei der Anblick direkt am Fuße des Vulkans Licancabur wirklich ein Traum ist. Die Farben waren bei unserem Besuch leider nicht so stark zu sehen. Von der Lagune aus ist es dann nur noch ein Katzensprung bis zu Grenze. Bis wir unseren ‚Check-Out‘ Stempel von Bolivien bekommen haben, mussten wir leider eine gute Weile warten. Dann mussten wir uns von unserem Guide und dem Fahrer verabschieden – die bolivianischen Anbieter dürfen nicht nach Chile fahren. Logistisch ist das aber alles super geklärt, und wir wurden in einen anderen Minibus umgeladen der uns zur Grenzstation in San Pedro de Atacama brachte. Der Rucksack wurde durchleuchtet und dann stand einem neuen – chilenischen – Stempel im Pass nichts mehr im Wege. Die Lagunenroute ist auf eurer Bolivien-Reise wirklich ein Must-Do – die Natur ist einfach atemberaubend. Ich würde die Tour definitiv wiederholen – aber am allerliebsten wäre ich natürlich mit einem eigenen 4×4 unterwegs um auch die unbekannteren Ecken erkunden zu können :)

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